Im Dezember letzten Jahres berichtete ich über neue Hoffnungen, in Bezug auf eine Auferstehung von Evosonic Radio, dem einstigen Rundfunksender für elektronische Musik. Ende der 90er war Evosonic rund um die Uhr via Kabel und Satellit “On Air” und hatte sich durch ein einzigartiges Konzept, sowie einem ebenso einzigartigen Team, eine große Fan-Gemeinde erarbeitet. Aus diversen Gründen wurde im Oktober 1999 der Sendebetrieb eingestellt. Wie Evosonic war und wie man die Kultur der elektronischen Musik zelebrierte, kann man übrigens wunderbar im Evo-Archiv nachverfolgen, wo es unzählige Sendungen, Jingles und Info’s für die Festplatte gibt. Danach wissen alle, die die wunderbare Zeit nicht miterleben konnten, dass es derart vergleichbares niemals mehr gegeben hat.

Meine Hoffnungen auf ein Comeback begründeten sich ausschließlich auf einen Inhaberwechsel bei der Domain www.evosonic.de, mit dem neuen Besitzer DJ Mike S. (Chris-Maico Schmidt). Der DJ und Producer war damals Programmchef und Geschäftsführer des Senders und gleichzeitig auch noch Musikredakteur für eigene Show-Formate auf dem Kanal. Wenn es einer schaffen kann, das Dornröschen Evosonic aus dem Schlaf zu holen, dann er – gemeinsam mit einem starken und erneut fantastischen Team!

Nachdem auf der Evosonic Website dann eine E-Mail Adresse mit dem Namen “comeback”, verbunden mit einem Fragezeichen veröffentlicht wurde, war es an der Zeit, DJ Mike S. ein paar Fragen zu stellen..

[rantadi] Vor etwa einem halben Jahr ist die Website http://www.evosonic.de von Frank Heitmeyer, dem damaligen Hauptgesellschafter von Evosonic Radio, in Deine Hände übergeben worden. Unter der Internetadresse steht eine Comeback? Mailadresse, die einige eingefleischte Fans tatsächlich, nach mehr als 10 Jahren, auf einen Neustart des Senders hoffen lässt. Hast Du über diese Adresse viele Zuschriften erhalten?

[Mike S.] Ja…..und das ohne Werbung!!!!

[rantadi] Waren diese Zuschriften überwiegend aufmunternd oder eher in Form von “Es ist jetzt zu spät für ein Comeback”?

[Mike S.] Nur positive Aufmunterungen, gespickt mit viel Neugierde…

[rantadi] Evosonic Radio gab damals, durch den wirklich überragenden Informationsgehalt zur elektronischen Musik, der Szene ein Gesicht. Bist Du auch der Meinung, dass die Vielfalt und die Entwicklung dieser Szene mehr denn je ein solches Gesicht wieder braucht?

[Mike S.] Eindeutig ja. Wir waren damals unserer Zeit weit voraus. Heute braucht man es mehr denn je. Trotzdem hat es bis heute niemand geschafft, etwas ähnliches zu platzieren.

[rantadi] Wenn ich in diesen Kontext zurück denke, wie damals Platten vorgestellt wurden, wie man Partydates verkündet hatte, Technik erklärte und den DJ´s eine einmalige Plattform bot, dann sollten doch gerade diese Zweige (Labels/Clubs/DJ´s), trotz der gewaltigen Veränderung in der medialen Landschaft ein erhöhtes Interesse daran haben, wieder so eine zentrale Anlaufstelle für die elektronische Musikkultur zu bekommen, um davon auch profitieren zu können. Siehst Du in dieser Hinsicht Chancen eine Vielzahl von Labels/Clubs und DJ`s für ein eventuelles Comeback von Evosonic mit ins Boot zu bekommen?

[Mike S.] Ja. Da die meisten ja Geld damit verdienen, oder verdienen wollen. Jetzt ist die Zeit reif….fast schon überreif.

[rantadi] Viele interessiert natürlich wie ein Comeback in etwa aussehen könnte. Kannst Du dazu schon etwas sagen oder ist man noch in der Ideenfindung des Ganzen? Welches Team steht hinter Dir? Vielleicht ein paar alte Bekannte?

[Mike S.] Leider kann ich dazu noch nicht viel sagen. Nur soviel: Das gleiche Konzept, mit dem fast gleichen Team, nur wirtschaftlich Wettbewerbs fähiger…also strukturierter..dass wäre ein Traum!

[rantadi] Wenn alte Evosonic Fans Euch für ein eventuelles Comeback gern unterstützen wollen, was könnten Sie tun?

[Mike S.] Das ist eine gute Frage, die ich nicht beantworten kann. Natürlich wäre eine Plattform, finanziert durch den privaten User, am unabhängigsten. Die Unabhängigkeit  hat unser Programm damals schon geprägt. Wir müssen ein Modell finden, das es wieder so wird, wie es war,  nur mit dem Unterschied, dass die die für dieses Programm sorgen, auch davon leben können.  Was auch immer der Einzelne dafür tun muss/kann, wird sich zeigen. Lassen wir es auf uns zukommen..

Vielen Dank für die Antworten an DJ Mike S!

Eine Plattform – Community – finanziert durch den/die privaten User wäre wohl sicherlich möglich. In Form des Neukult’s oder des Evo-Club’s (R.I.P.), als Verein gab es da ja bereits letzlich schon gute Ansätze – heuer vielleicht noch weitaus besser umsetzbar! Auf jeden Fall machen die Aussagen wirklich Freude, auf eine mögliche Wiedergeburt des Radios und so rein vom Gefühl her, waren wir lange nicht mehr so nah dran an der Chance, wie jetzt – egal, wie lange es auch noch dauern mag!

Website von DJ Mike S.
Forums-Thread von Evosonic Fans



Mit zarten 14 Jahren war ich bereits komplett der elektronischen Musik verfallen… hörte Samstags immer auf DT64/MDR Sputnik die Partyzone mit DJ Marcós Lopez und lag dabei den ganzen Abend vor der Anlage meiner Eltern, um die Mixe der Sendungen auf Tapes mitzuschneiden. Club-Bilder aus der Frontpage und der Schicht (Mag aus meiner damaligen Ecke) faszinierten mich immer mehr. Die Musik, der Bass, die Dunkelheit, die Lichter und Farben, der Nebel, sowie die feiernden Menschen hatten etwas ganz besonderes. Bevor es jedoch auf die ersten Parties der Eiskeller Löbau Crew oder in den Barbarella Club ging, musste ich meine Faszination alleine, zu Hause ausleben, denn meine Freunde konnten den Sounds zunächst so ganz und gar nichts abgewinnen. Das nachfolgende Stück, was ich gerade bei Youtube gefunden habe, war auf so einem aufgenommenen “Partyzone-Tape” und da fällt mir noch genau ein Abend zu ein, wo ich das so laut, wie es ging in meiner kleinen, aber feinen Bodenkammer rauf und runter hörte. Lichter, so wie in den Clubs hatte ich nicht in meiner Butze, dafür malte ich die Glühbirne der Lampe mit blauer Farbe an. Herrlich die sich dann entwickelten Dämpfe. Auch ne Nebelmaschine fehlte mir, also rauchte ich kurz ein paar Zigaretten und hatte ne richtig gemütliche, blaue und dunkle Clubatmosphäre on the Floor. Naja und der Rest war dann halt tanzen.

Ind-X Records, ein Detroiter Label, auf dem die EP von Halogen 1993 erschienen ist gab es bis ’96. Marcós Lopez macht wohl auch nichts mehr mit elektronischer Musik, wie ich gerade im Netz herausgefunden habe und die Pladde, die ich mir vor einigen Jahren mal bei Ebay besorgt hatte, liegt in der Nähe von Hannover rum und wird mich wahrscheinlich nie wieder sehen. Was solls, dafür kann ich jetzt hier das Ding noch einmal rauf und runter hören. Love it!

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Für den neuen Audratic Podcast zeigt sich das kanadische Ambient-Dubtech Duo – Overcast Sound, alias Michael Pettit and Jamie Drouin, verantwortlich. Das Set ist dubby, deep und fluffig – richtig, richtig gut. Die beiden releasten bisher auf dem Silent-Season Netlabel, auf Untitled & After, sowie auf Rohs! Records. I’m lost in Music!

Download des Sets und aller vorherigen Podcast Folgen unter: http://audratic.com/category/podcasts/



Noch nicht mal 20 Lenze trägt Rudi Stöher auf seinem Rücken. Um so erstaunlicher ist es, welch ein erfahren wirkendes Verständnis er für die elektronische Musik schon hat. Er mixt hervorragende Sets, unter anderem hier und dort, legte gemeinsam mit dem Kraftfuttermischwerk im Tresor auf und hat vor 2 Tagen einen wunderbaren Track bei Soundcloud eingestellt – “Einfach mal Urlaub”. Viel Spaß!

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Viel wurde schon berichtet über den nächsten, großen “Animations-Kurzfilm” der Blender Foundation - “Sintel”. Jetzt wurde bekannt, dass es auch ein Spiel dazu geben wird, welches 2-3 Stunden Spielspass garantieren soll. Dieses Mal wird das Game jedoch nicht von der Foundation selbst (wie bei Big Buck Bunny) produziert, sondern von Blender-Fans, die Ihre Arbeiten auf einem Blog dokumentieren. Wie auch der Film steht das Spiel unter einer Creative Commons Lizenz und das ist, genau wie die freie Software, mit der die Werke erstellt werden, grandios!

Erste Screenshots zum Spiel gibt es unter: http://sintelgame.org/gallery/

Nachfolgend der Trailer zum Film, der später insgesamt nur maximal 8 Minuten geht und bei dem die Hauptdarstellerin  Ihren verschleppten Drachen retten muss. Ich freu mich drauf.. im September/Oktober erscheint der Film, im Rahmen des Netherlands Film Festival.


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Vielleicht haben es ja einige schon in der Seitenleiste unter dem Suchfeld gesehen. Ich habe jetzt einen Account bei Soundcloud eingerichtet.  Wer möchte, kann mir dort folgen oder über die Dropbox seine Tracks senden. Was gefällt, stelle ich gern hier vor.



Schönes Video von Pleq´s Netaudio Release auf  Envizagae Records, welches Euren Blick schärft. Experimentell angehauchter Ambient-Sound, mit einem kleinen Schuss Melancholie. Hat was. Empfehlenswert ist auch sein freies Album auf Crazy Language (CL-010).

Download des Tracks und der EP (unter dem Menüpunkt “Releases Netaudio”)



Am vergangenen Wochenende war ja das Visual Berlin Festival. Während des Festivals hat das Kraftfuttermischwerk, gemeinsam mit Rudi Stöher, am Freitag Abend ein fantastisches Set in den ehrwürdigen Tresor gezaubert. Die Tracklist allein ist schon ein Traum, die Umsetzung noch viel mehr.. Tracklist und Download auf der Seite vom Kraftfuttermischwerk!

Awesome!



Das Insectorama Netlabel von Markus Masuhr war des öfteren auf meiner Watchlist. Leider ist es dann aber irgendwie in Vergessenheit geraten. In diesem Jahr erschien die “Mind Floating EP” von The Nautilus Project vs Jaymon. The Nautilus Project (Marcel “Nemo” Frehse) releaste bereits auf dem Netlabel Arteqcue, sowie dem französischen Label ZeECc – die fantastische Harbour at Night EP. Jaymon ist ein DJ/Producer dessen musikalischen Roots auf Dub, Reggae, sowie den ganzen Basic Channel/Chain Reaction Zeuch zurück gehen. Auf der EP befinden sich 3 Interpretationen des Stückes “Mind Floating”, die allesamt mit herrlichen Cords, Echos und Synths daher kommen. Den Markus Masuhr Remix gibt´s jetzt hier zu hören und alle Tracks zum freien Download auf der Label-Seite unter: http://www.insectorama.de

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Von Jaymon gibt es auch ein paar kurze, nette Clips auf Youtube, wie dieses Stop-Motion Video hier:

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Mir ist gerade danach, die letzte Autoplate Veröffentlichung mal wieder zu hören. Autoplate war das Ambient/Experimental Sublabel von Thinner und ging 2008 leider in die ewigen Jagdgründe ein. Das nachfolgende Stück von Slow, einem russischen Produzenten, stammt von der “Love EP”, deren Name Programm ist. Das Bild auf der linken Seite ist in den Kakadu NP Wetlands in Australien aufgenommen worden und dort – das ist genau, wie die Musik – Love! Play Button klicken – Bild anklicken – genießen!

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Download der Love-EP und aller anderen Veröffentlichungen aus dem Hause Autoplate unter: http://www.thinner.cc/autoplate/