Corebird – Linux Twitter Client

corebirdImmer wieder gab es hoffnungsvolle Twitter Clients für Linux. Doch viel zu oft schliefen die Entwicklungen derer dann ein. Ob es an den recht strengen Twitter API Restriktionen oder an anderen Interessen der Programmierer lag, lassen wir mal offen. Neben Birdie – der bald in Version 2.0 erscheinen wird, gfeedlineTurpial und dem KDE Dauerbrenner Chokoq, wird nach meinem Kenntnisstand nur noch Corebird aktiv weiterentwickelt und letzterer ist unter der Gnome Desktop-Oberfläche der Client meiner Wahl. Corebird ist schlank, fügt sich wunderbar in Gnome3 ein und deckt meine Anforderungen an einen Twitter Client in Version 0.9 schon jetzt recht gut ab.

Is that a Brain in the Icon?
Yes

So die ausführlichen FAQ auf der Homepage des Entwicklers.

Was kann Corebird aktuell?

  • Multiple Accounts können angelegt werden
  • Mute Filter können erstellt werden
  • Profilbearbeitung ist direkt im Client möglich
  • Autoscroll bei neuen Tweets
  • Erstellen von Twitter Listen und alle sonstigen Standards
  • Retweets bei bestimmten Accounts deaktivieren
  • Anzeige, ob ein Account Dir folgt
  • Schön aussehen

Was kann Corebird nicht?

  • Ansicht von mehreren Spalten (was ich persönlich nicht benötige)
  • URL Shortener
  • Anpassbare Seitenleiste
  • Werbung anzeigen
  • Hässlich aussehen

Ich bin gespannt, wie es mit dem Corebird Client weiter gehen wird. Er ist für mich schon fast perfekt und es wäre schön, wenn ihm ein langes Leben zu Teil wird. In Fedora kann Corebird direkt aus den Standard Repositories heraus installiert werden. Für Archlinux gibt es ein AUR Package, bei OpenSuse dagegen ein etwas veraltetes Package. Unter Ubuntu könnt Ihr den Client ebenfalls installieren, müsst aber einige Gnome PPA’s hinzufügen. Nachfolgend noch ein paar Screenshots. Testet Corebird und liebt Corebird!

Venus, Mars and the Crescent Moon (Set)

jamie2Bald kommen Sie wieder, die lauen Sommernächte, wo man bei wohligen Temperaturen auf den Wiesen liegen und sich entschleunigend das Treiben am Himmel anschauen kann. Und genau dann, passt dieses gänzlich wunderbare Ambient / Slow Down Set vom Silent Season Label-Head Jamie McCue hervorragend in die Szenerie.Einziger Wehrmutstropfen ist der fehlende Download Button.

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Tracklist

01. Loscil – For Luna
02. Poyra – Fen (Loscil)
03. Benjamin Dauer & Specta Ciera – Over The Coastline
04. Aes Dana – Beneath
05. Ethernet – Before A Storm
06. Xerography – Unauthorized Edition
07. Nuel – Rhythm
08. Slownoise – Silent Wilderness
09. Sub Dub – 19-5
10. Sub Dub – Babylon Unite 2
11. Sub Dub – Soundcheck

Netaudio Memories #1

Ich starte hier jetzt mal, neben den Netaudio Breadcrumbs, eine weitere Creative Commons Serie, die wöchentlich erscheinen soll – so zumindest der Plan. Ständig ist man auf der Jagd nach neuer Musik und viele ältere Tunes bleiben dagegen ungehört oder geraten immer all zu schnell in Vergessenheit. Mit den Netaudio Memories will ich dem entgegen wirken, Euch in Erinnerungen schwelgen lassen oder auch im Netz verschwundene Musik wieder verfügbar machen. Zum Jahresende wird es dann alle vorgestellten Tracks kompakt, verpackt zum Download geben.

A-40208-1327498301.jpegDen Anfang macht Jörg Schuster, der unter den Projektnamen Digitalverein und Lufth auf dem Thinner Netlabel zwischen 2002 und 2004 großartige Produktionen veröffentlicht hatte. Mit dem Alias “Sensual Physics” trat er dann 2005 erstmalig im Creative Commons Bereich auf dem kanadischen Epsilonlab Label in Erscheinung. Die fantastische “Expanding Itself” EP lief damals in fast jeder Samstagsshow auf unserem Netaudio Radio “Art of Electronic Sound” (R.i.P). Schuster ist noch immer aktiv am Musik produzieren und brachte im letzten Jahr auf dem Oktaf Label von Marsen Jules das “Distanz und Nähe” Album mit dem Projekt Lufth heraus.

Wir hören hier jetzt den Track “Let´s Call them Friend” von dem 2005er Epsilonlab Release mit der Katalognummer 17. Die komplette EP gibt es auf Archive.org zum Download unter der freien CC BY-NC-ND 2.0 Lizenz.

Sensual Physics – Let´s Call them Friends

MINMON Podcast #22 by Mjutah

Für den 22igsten Podcast des MINMON Kollektiv´s drehte das DJ Duo Mjutah die Plattenteller. Die beiden sind auf dem Reflected Label daheim, wo sie im vergangenem September die Oblivion EP heraus gebracht haben. Zuvor releasten Martin und Florian die Debut EP “Horizon” und den Nachfolger “Nebula” auf Concorde Club.

Über 80 Minuten Deephouse and Deeptech.

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Tracklist:

Kevin Over – Jodye (Original Mix)
Patrick Zignon – Ich See ( Pablo Bolivar Rework)
Matthew Dekay – Patience Please ( Original Mix)
Compuphonic – O Cypres ( Original Mix)
Jorge Miranda – Stuck in a Moment ( Rodrigo Pintado Remix)
Pieter Steijger – Iamgine ( Original Mix )
D.Y.A. – Home ( feat. Maximilian Bischofberger) ( Original Mix)
Jonasclean – Hu ( Original Mix)
Jay West – Sense of you ( Dirk Hermann & Andreas Mueller Remix)
Stan Rich – Elevate ( Original Mix)
Matthias Meyer – Beucz ( Original Mix)
Gardens of God – Voices From The Past ( Original Mix)
Solee – Ditzingen ( Original Mix)
Mjutah – Get Lost ( Original Mix)

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Travel where you live

Das meine alte Heimat Sachsen auch schön kann, zeigt dieses Video von Sebastian Linda. In dem darin vorkommenden Saurierpark Kleinwelka (bei Bautzen) war ich als kleiner Bub zu DDR Zeiten immer gern drin und auch mein Töchterchen durfte diesen tollen Kunstpark schon oft erleben. Die weiter dargestellte Sächsische Schweiz mit dem Elbsandsteingebirge und der Festung Königstein ist von der Natur her wunderbar und stets eine Reise wert, wie so viele andere Regionen dort auch. Toller Kurzfilm, klasse Statement!

Travel Where You Live from Sebastian Linda on Vimeo……..  (via Kraftfuttermischwerk)

Wondermachine Netlabel

Ich bin vor einiger Zeit schon mal über das Netlabel Wondermachine gestolpert, doch damals haben mich die Schweizer irgendwie nicht so richtig vom Hocker gehauen. Als ich dann am Donnerstag Abend, nach der Echochamber vom Saetchmo, den Katalog noch einmal durchgegangen bin, war ich doch positiv überrascht, so einige Perlen darin entdeckt zu haben. Gerade auch die letzten Releases haben an Qualität enorm zugenommen. Wondermachine bewegen sich soundtechnisch im expirimentellen Bereich, der mit viel Bass und immer wieder auftretenden Jazz Elementen versehen ist. Es ist sicher nicht einfach, mit dieser Mischung zu begeistern, doch dass dies – gut produziert – schon immer perfekt funktionieren konnte, zeigten frühere Werke auf Labels, wie Plus8.

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Der nachfolgende John Foley Remix von Revy´s “Swollen Eyes” ist zum Beispiel so ein Track der mich absolut umhaut und der Sachen, wie von Born under a Rhyming Planet quasi in nichts nachsteht.

Swollen Eyes by Revy im John Foley Remix

Den Jarz – Little Things Remix von Labelinhaber Andres Marcos könnte man auch gut und gern mit alten Sachen von Sensorama vergleichen.

Little Things by Jarz im Andres Marcos Remix

Dubby kommt der Fabian Papa Remix von Marcos´Serafin EP daher. Hier fühlt man sich anfangs tatsächlich, wie in einer Jazz Bar.

Andres Marcos – Les Dubs Du Marche (Fabian Papa Remix)

Als letzten Tip dann noch das minimalistische Stück Toska vom Subtle Mental Mechanics Album, des Weißrussen AVVI

AVVI – Toska

Hört Euch den Katalog auf Bandcamp ruhig mal an. Bisher sind auf dem Schweizer Netlabel zehn Releases veröffentlicht worden, die alle unter der freien CC BY-NC-ND 3.0  Lizenz stehen. Wie immer bei experimenteller Musik, gibt es mal leicht und weniger leicht verdauliche Kost, doch ich denke, jeder von Euch wird dort für sich was finden. Toll im Übrigen auch das Cover Design seit den 2013er EP´s, was ab diesen Punkt ein stimmiges CI des Labels abgibt.

Sommer – Freiheit – Leben

Nichts anderes spiegelt dieses tolle Foto von Julia Wolf wieder, das auf dem Symbiosis Gathering 2012 aufgenommen wurde. Wer etwas tiefer in den Flickr Stream von Julia eintaucht, geht mit Ihr auf Reisen zum Burning Man, zum Lightning in a Bottle Festival und zu vielen weiteren Orten, wo die Menschen aus Ihren Alltag fliehen können. Ziemlich geil das Alles.

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Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Ein kurzes Video vom Gathering hatten wir hier schon mal

Monodisc – Nacht – Cold Tear Records #057

Cold Tear Records startete das Jahr 2015 am Montag mit der kleinen und feinen “Nacht” EP von Monodisc, die über die üblichen Kanäle, wie Archive.org oder Bandcamp erworben werden kann. Soundtechnisch erwarten uns, wie so meist beim Label, eine Menge an Chords und Echos. Den Titeltrack gibt es als tollen Appetizer des Releases, per Video, mit Timelapse Aufnahmen aus Toronto.

Release Page

Direktlink

Auf eine kleine Änderung bei Cold Tear möchte ich Euch aber noch aufmerksam machen. Durch Neuerungen beim Distributor laufen die Veröffentlichungen nun nicht mehr unter einer Creative Commons Lizenz. Teilen ist aber in allen möglichen Formen weiterhin erwünscht und das Label versichert, dass Ihr Euch keine Sorgen wegen Copyright und Verwertungsgesellschaften machen müsst, da die Musik dort nicht registriert sei. Have Fun!

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