Geht es jetzt hier um sündhaft teure Waren oder ein Leben in Saus und Braus? Nein, natürlich nicht!

Vielleicht sagt dem Einen oder Anderen im Raum Köln der Begriff „Purer Luxus“ noch etwas, denn dies war eine Konzertreihe, die von 2003 bis 2006 regelmässig im Kölner Kunstwerk stattgefunden hatte. Dort wurde unbekannten Bands und Künstlern eine Plattform geboten und den Gästen bei freien Eintritt ein Zugang zu neuen, musikalischen Entdeckungen. Die Reihe kam gut an und den Musikern konnte dank dem Verzehr der dort anwesenden Gäste sogar eine kleine Gage gezahlt werden. Reich geworden ist damit keiner, aber das war auch nicht der Sinn der Konzertreihe, denn es sollte einzig und allein, um die Musik gehen.

Zu den damaligen Mitorganisatoren zählten Hans-Axel Kemna und Frank-Christian Stoffel. Stoffel selbst ist uns auch bekannt, als „Das Blaue Monster“ und Head von „Der Kleine grüne Würfel„, einem Netlabel, das er gemeinsam mit Marco Trovatello betreibt.

Die Drei stellen gemeinsam mit Simon Kottke den Vorstand, des im Dezember 2012 neu gegründeten, bereits eingetragenen und gleichnamigen Vereins „Purer Luxus“, bei dem es um die Förderung von Kunst und Kultur als Gemeingut geht.

Um das noch einmal etwas ausführlicher zu beleuchten, zitiere ich von der Website:

logo2Purer Luxus fördert Kunst und Kultur auf dem Gebiet der Gemeingüter, der so genannten Allmende. Es geht um Musik, aber auch um weitere Kulturgüter und deren freie oder zumindest rechtlich einfache sowie faire Zugänglichkeit und Verbreitung. In diesem Zusammenhang beschäftigen wir uns mit freien Lizenzmodellen wie bspw. dem von der gemeinnützigen Organisation Creative Commons zur Verfügung gestellten – aber auch mit Aspekten der Gemeinfreiheit.

Wir wollen die öffentliche Diskussion zum Thema Kreative Gemeingüter intensivieren – und das nicht nur in der digitalen Welt. Mithilfe von Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden, Barcamps oder Konferenzen wollen wir zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen. Kreativschaffende, die ihr Werk als Gemeingut oder mithilfe freier Lizenzen zur Verfügung stellen wollen, werden wir dabei ebenso unterstützen wie Leser, Hörer oder sonstige Nutzer.

Da der Verein noch recht jung ist, kann er sicher eine ganze Menge Unterstützung und Mitglieder gebrauchen. Eine Mitgliedschaft gibt es für recht schmales Geld und ich bin gespannt, was man in der nächsten Zeit so alles von „Purer Luxus“ hören wird. Die Ziele und die Umsetzungsansätze überzeugen auf jeden Fall und ich werde mich wohl nach dem Sommer um eine Fördermitgliedschaft kümmern.

Ausführliche Infos gibt es http://www.purerluxus.org/
Twitter @PurerLuxuseV