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Back to WordPress

Es nervt mich ja schon ein wenig, dass ich nun wieder bei WordPress gelandet bin, diesem riesigen, aufgeblähten CMS & Blog Monster. Aber es war die schnellste Lösung, um die Seite überhaupt noch am Leben zu halten und vielleicht kommt durch den Wechsel demnächst ja auch wieder etwas mehr Content hier rein. Drei Jahre lang hatte ich jetzt rumgefrickelt, mit dem hoch angepriesenen, modernen und wirklich guten CMS Pagekit. Leider haben deren Macher (YOOTHEME) damals bei der ganzen PR vergessen, gleich mit zu erwähnen, dass sie die Entwicklung nahezu umgehend nach Version 1 einstellten. Und da das, für Pagekit erforderliche PHP 7.2 in den nächsten drei Wochen in Rente geschickt wird, wäre die Seite dann nicht mehr gelaufen.

Nun ja. Dafür ist jetzt wieder alles auf einer Hompage komprimiert. Auch die alten Beiträge. Hier und da, müssen sicher noch ein paar Pfade neu gesetzt, sowie Inhalte eingepflegt werden, aber das kommt dann Stück für Stück. So, wie das mit Corona aktuell wieder aussieht, werden wir bald alle sehr, sehr viel Zeit haben.

Als Theme kommt „Wilson“ von https://www.andersnoren.se/ zum Einsatz. Ob mir das auf Dauer zusagt, wird sich zeigen.

Cheers, Mario

Es ist, wie es ist

Nachdem sich die erste Corona Schock-Starre in den letzten Tagen endlich etwas verflüchtigt hat, kam die Erinnerung hoch, dass ich doch so ein Blog besitze, dem man ruhig mal wieder ein paar Zeilen schenken kann. Gerade jetzt, wo man etwas mehr Zeit hat, ob der vielen Maßnahmen durch die Bundesregierung und die Einschränkungen, die das Leben aktuell so mit sich bringt.

Das neuartige Corona-Virus stellt unser aller Leben von Heute auf Morgen völlig auf den Kopf. Für den Einen mehr, für den Anderen weniger hart. Was heute noch Bestand hatte, ist bereits Morgen schon Makulatur und wird von den sich überschlagenden Nachrichten überholt.

Es ist nun fast 20 Jahre her, dass ich nach Hannover zog und in dem kleinen Reisebüro in der niedersächsischen Hauptstadt angeheuert hatte. Wir sitzen hier zu zweit, vermutlich aber wohl nicht mehr lange. Durch die weltweiten Reisebeschränkungen ist uns jegliche Geschäftsgrundlage genommen worden. Die Reisen, die wir im vergangenen halben Jahr für unsere Kunden vermittelt und gebucht haben, werden jetzt von den großen Veranstaltern storniert. Verdienst? Null. Und Neu-Buchungen für die Zukunft kommen natürlich aktuell auch nicht rein. Kann ja keiner planen und wissen, wie es weiter geht. Von daher habe ich mental bereits abgeschlossen. War ne tolle Zeit, aber die wird – alles andere würde mich überraschen – wohl nicht weiter gehen, auch wenn mein Boss versucht, zu kämpfen. Es wird sich nach der Krise in der Touristik sowieso einiges verändern, inklusive erwarteter Pleitewellen. Die Art zu Reisen wird ganz anders werden. Vielleicht bewusster, vielleicht sogar deutlich teurer. Für die Umwelt und für uns, als Gesellschaft sogar eine mehr, als gute Chance, die man ergreifen sollte. Der Over-Tourismus soll und muss endlich aufhören!

Vorgestern traf ich beim Joggen in der Eilenriede einen sächsischen Landsmann, der mit seinem Hund Gassi ging und natürlich den korrekten Sicherheitsabstand zu mir einhielt. Er rief mir zu: Ja Mario, so schnell geht das und wir Ossis befinden uns wieder in geschlossenen Grenzen. Für den Rest des Laufes ging mir dieser Satz nicht aus dem Kopf und ich erschrak ein wenig, wie schnell ich mich doch mit dieser aktuellen Situation bereits arrangiert habe. Nicht nur die geschlossenen Grenzen, Social Distancing, Kind zu Hause – keine Schule, Frau zu Hause – Laden geschlossen – Kurzarbeit. Ich zu Hause – Büro geschlossen – Kurzarbeit. Existenzangst, Kontaktverbot, leere Sportplätze, leere Stadien, leere Städte, leere Regale. Hamsterkäufe von Idioten. Der Rest der Familie, meine Mutter, ihr Lebensgefährte, mein Bruder. Aktuell unerreichbar. All das innerhalb von 4 Wochen. Alles ist in diesem surrealen Science Fiction Film ein Zustand, mit dem man sich irgendwie arrangiert, arrangieren muss. Der Gesundheit und der Allgemeinheit zu liebe. Natürlich darf man weinen und das nicht zu knapp, tue ich auch. Aber in vielen, von diesen melancholischen Momenten sage ich mir jetzt. Hey, sieh es einfach als Chance. Chance neue Wege zu beschreiten. Wenn wir die Scheiße hoffentlich baldmöglichst überstanden haben, geht es immer irgendwie weiter. Familien werden sich neu sortiert und vielleicht sogar wiedergefunden haben. Solidarität könnte wieder vermehrt im Vordergrund stehen, statt Hass und Hetze. Denn wie wir sehen, haben die populistischen Bestrebungen in Krisensituationen nichts, aber auch gar nichts beizusteuern. Auf der anderen Seite sieht man viele wunderbare und auch kreative Hilfen für ältere und hilfsbedürftige Menschen. Aber auch so, sind die Leute viel netter zueinander, zumindest habe ich derzeit den Eindruck. Ob es an dem entschleunigten Leben liegt?

Und vielleicht hat am Ende sogar das Kapital nicht mehr ganz so viel Macht und Einfluss auf unser aller Leben. Träumen kann man ja.

Ob die Bundesregierung einen guten Job macht, werden wir natürlich erst hinterher sehen, aber vom Gefühl her, wird das Schiff in dieser Krise relativ gut navigiert. Sie versuchen, machen, probieren und nehmen die Bevölkerung mit. Das alles in rasend schneller Zeit und dafür bin ich dankbar. Es ist auch für unsere Politiker eine absolute Ausnahmesituation. Fehler können immer passieren, nicht ausreichend Handeln wäre schlimmer.

Aufpassen müssen wir dennoch. Aufpassen, dass unsere Grundrechte nach dem ganze Shizzle nicht eingeschränkt bleiben. Aufpassen, dass nicht durch die Hintertür bleibende Überwachungsinstrumente installiert wurden, die wir nicht wollen. Aufpassen und dafür kämpfen, dass systemrelevante Berufe in Zukunft besser bezahlt und gewürdigt werden.

Aufpassen, auf unsere Europäische Union, die, wie wir sehen, ganz und gar keine Union mehr ist. Weder hier in Europa, noch an den Außengrenzen, wo viele Menschen auf dringend benötigte Hilfe warten.

Bleibt gesund und kommt gut durch diese Zeit!

Ich geh dann mal wieder joggen. Nachmittags, vor dem Abendessen. Wahnsinn. Hätte mir das wer zum Jahreswechsel gesagt…..

Riesengebirge

In den Herbstferien war ich mit meiner Tochter für vier Tage im polnisch-tschechischen Riesengebirge. Kindheitserinnerungen auffrischen, Natur, sowie die Ruhe genießen und mal wieder Berge sehen. Entschleunigen war das Stichwort und es tat unglaublich gut. Die Natur hatte für uns einen bunten Herbstmix parat. Von Sonne, über Nebel, Regen Schnee und Eisregen war alles dabei, so dass man sich stets freute in die urigen, nach Knoblauch-Suppe riechenden Berg-Bauden einzukehren..

BergbaudeBouda Bílé Labe – Weiße Elb-Baude

Was sich im Video oben so friedlich und gemütlich durch den Wald schlängelt, ist die Elbe, die im Riesengebirge entspringt. Ich könnte ihr stundenlang zusehen, doch wir waren zum Wandern da. Und so haben wir knapp 60 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, aufgeteilt in zwei größere und zwei kleinere Touren. Die zwei größeren Touren habe ich getrackt und auf Komoot hochgeladen. Falls das also jemand nachwandern möchte.. Bitteschön:

Tour 1 – Elbfall Baude – Elbquelle – Spindler Baude
Tour 2 – Weiße Elbe, Wiesenbaude, Kammweg, Spindlerbaude

Hier ein paar Bilder von den Touren.

SpindlermühleSpindlermühle – Hauptort – Elbe

Elbe-LabeDie kleine Elbe im Wald

Wanderweg im NebelTrail im Nebel

Weisse ElbeWeiße Elbe

NatureMystische Natur

EnjoyTheSilenceEnjoy the Silence

WanderwegTrail

Brücke über die weiße ElbeBrücke über die Weiße Elbe

Fog in the ForestNebel – Wald und kleine Wasserfälle

Blick vom ElbfallBlick von der Elbfall-Baude ins Tal

IMG 0237Shroom

IMG 0231Verteidigungsanlage aus dem 2. Weltkrieg

IMG 0319Die Quelle der Elbe

IMG 0357Trail

SnapseedTotholz

Zur Thomas Cook Pleite

Die auf mehreren Ebenen, intensivsten fünf Arbeitstage meines Berufslebens sind Geschichte. Thomas Cook Plc ist am Montag Pleite gegangen und erschütterte damit die gesamte Touristik-Branche, Urlauber, Menschen. Wie das Ganze ablief war ein Skandal. Man kam – selbst wir als Travel Agents – nur häppchenweise an Informationen und erst am Mittwoch, durch die Insolvenz der deutschen Tochtergesellschaften, war dieser unerträgliche Schwebezustand für viele, der Beteiligten vorbei. Nun konnte man endlich konkretere Aussagen treffen und den Kunden sinnvoll helfen, zum Beispiel beim Anmelden von Ansprüchen, an den Insolvenzversicherer des Reiseveranstalters. Viel mehr, will ich dazu hier gar nicht ins Detail gehen. Es war und ist auf jeden Fall hart, zudem wird es Gerichte sicher noch lange beschäftigen.

Erschüttert hat es mich zudem, das ganze Thema im Netz und Social Web zu verfolgen. Hetze, Hass und Schadenfreude gegen Urlauber und Arbeiter des Konzerns, gegen Deutschland und die Wirtschaft an sich, kamen natürlich aus der rechten Ecke, was ja nix Neues ist. Wenn man diese allerdings ausblendet, stellt man mittlerweile fest, dass sich die richtige und überaus wichtige Friday-For-Future Bewegung, im Hass und Hetz-Niveau so langsam den ewig gestrigen anpasst, was ich sehr bedaure.

Dabei vergisst die neunmalkluge Jugend, die sich völlig zu Recht für den Klimaschutz einsetzt, dass Tourismus nicht nur klimaschädliches Fliegen bedeutet, denn der Anteil an Flugreisen, liegt bei ungefähr 40 Prozent.

Das das immer noch zu hoch ist, ist klar. Klar ist aber auch, dass der Tourismus im Wandel ist und immer mehr Trends zu sanften, nachhaltigen Reisen zu erkennen sind. Und gerade die nachhaltigen Urlauber, die zum Beispiel mit der Bahn in ein, bei Thomas Cook gebuchtes Hotel fahren, sind jetzt die, die am meisten geschädigt sind. Sie nämlich, haben keine Pauschalreise und sind demnach auch nicht über die Insolvenzversicherung des Veranstalters abgesichert. Schadenfreude und Hohn ist für diese Urlauber, aber auch für viele Andere, ein Schlag in die Fresse und unangebracht.

Schlußendlich stecken hinter vielen Einzelschicksalen dieser Pleite, Menschen. Menschen, aus vielen sozialen Schichten. Eine grüne Bewegung sollte sich dessen bewusst sein, bei seinen Leisten bleiben und Hass, als auch Hetze den Volltrotteln überlassen.

Noch einmal Nachtdigital, dann ist Ende

Nachtdigital ist eines, der Festivals, wo ich immer mal hin wollte. Es sollte vor einiger Zeit auch fast soweit sein, als die Nachricht eintrudelte, dass ein Ticket für mich über sei. Ich schenkte es schlußendlich meiner Frau und Sie hatte da in Olganitz ein ziemlich großartiges Wochenende verbracht!

Jetzt ist der Zug auf jeden Fall für mich abgefahren, denn im August (02.-04.08.) gibt es nach 22 Jahren, mit dem Codenamen „Mint“ die letzte Ausgabe des Nachtdigital Festivals im Bungalowdorf. Grund ist bei der Crew die Lust auf Veränderungen, wie das Interview, auf dem Leipziger Froh Froh Blog zeigt. Mit einem tollen Lineup wird es aber sicher noch einmal richtig schön zur Sache gehen und wer da nicht gerade im Urlaub verweilt oder auf anderen Open Airs herumspringt, sollte sich das nicht entgehen lassen!

nachtdigital.de

Mint back opti

10 Years rantadi

Streetart

Gestern Abend wurde die rantadi Website 10 Jahre alt. Ich wollte da schön, am Abend was dazu schreiben, doch zu dem Zeitpunkt war schon einiges an Bier die Kehle herunterglaufen, was wir im Woodstock Hannover gezecht haben. Ging dann nicht mehr.

Danke an alle, die hier hin und wieder mal reinschauen oder das früher auf der alten Seite getan haben. Und besonderen Dank an alle Artists, die das Blog hier mit ihrer Musik füttern. Wie sagte Ronny früher immer? Ihr seht alle super aus!

Made with some Beer | 2020 rantadi

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