Schlagwortexperimental

Wondermachine Netlabel

Ich bin vor einiger Zeit schon mal über das Netlabel Wondermachine gestolpert, doch damals haben mich die Schweizer irgendwie nicht so richtig vom Hocker gehauen. Als ich dann am Donnerstag Abend, nach der Echochamber vom Saetchmo, den Katalog noch einmal durchgegangen bin, war ich doch positiv überrascht, so einige Perlen darin entdeckt zu haben. Gerade auch die letzten Releases haben an Qualität enorm zugenommen. Wondermachine bewegen sich soundtechnisch im expirimentellen Bereich, der mit viel Bass und immer wieder auftretenden Jazz Elementen versehen ist. Es ist sicher nicht einfach, mit dieser Mischung zu begeistern, doch dass dies – gut produziert – schon immer perfekt funktionieren konnte, zeigten frühere Werke auf Labels, wie Plus8.

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Der nachfolgende John Foley Remix von Revy´s „Swollen Eyes“ ist zum Beispiel so ein Track der mich absolut umhaut und der Sachen, wie von Born under a Rhyming Planet quasi in nichts nachsteht.

Swollen Eyes by Revy im John Foley Remix

Den Jarz – Little Things Remix von Labelinhaber Andres Marcos könnte man auch gut und gern mit alten Sachen von Sensorama vergleichen.

Little Things by Jarz im Andres Marcos Remix

Dubby kommt der Fabian Papa Remix von Marcos´Serafin EP daher. Hier fühlt man sich anfangs tatsächlich, wie in einer Jazz Bar.

Andres Marcos – Les Dubs Du Marche (Fabian Papa Remix)

Als letzten Tip dann noch das minimalistische Stück Toska vom Subtle Mental Mechanics Album, des Weißrussen AVVI

AVVI – Toska

Hört Euch den Katalog auf Bandcamp ruhig mal an. Bisher sind auf dem Schweizer Netlabel zehn Releases veröffentlicht worden, die alle unter der freien CC BY-NC-ND 3.0  Lizenz stehen. Wie immer bei experimenteller Musik, gibt es mal leicht und weniger leicht verdauliche Kost, doch ich denke, jeder von Euch wird dort für sich was finden. Toll im Übrigen auch das Cover Design seit den 2013er EP´s, was ab diesen Punkt ein stimmiges CI des Labels abgibt.

effe – visable / invisable (BK-K 040)

Angezogen von einem fantastischen Cover, legte ich mir vor ein paar Tagen die neueste Veröffentlichung aus dem japanischen Hause Bunkai-Kei auf die Platte und hoffte, dass mich die Musik darauf genau so ansprechen würde, wie die Illustration von Nihoe.

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Gestern Abend war dann endlich die Zeit da, sich die „visable/invisable“ EP von effe mal etwas intensiver zu Gemüte zu führen und bis auf zwei Tracks, die mich eher weniger berührten, ist das Ganze doch eine echt hörenswerte Geschichte geworden.

Der Eingangstrack „Legion“ besticht mit einer deepen Grundfläche, melancholischen Piano-Parts und experimentellen Sound-Loops, die das bekannte Salz in der Suppe beisteuern und so eine wunderbare Stimmung erzeugen.

Legion

Etwas fröhlicher und mit noch mehr Piano untersetzt zeigt sich anschließend „Cumulonimbus“, dass neben den treibenden Trip-Hop Beats mit abwechslungsreichen Effekten punkten kann.

Cumulonimbus

Die weiteren Highlights der EP sind für mich der Easy Listening Track „Algebra“, sowie das Outro „Vesicle“. Letzteres eignet sich in meinen Augen übrigens perfekt für Video-Untermalungen jeglicher Art. Und hey, das ist Creative Commons Musik. Ihr könnt diese genau für solche Zwecke, entsprechend der Lizenz frei nutzen, ohne Bauchschmerzen, ob der Content-Mafia haben zu müssen. Macht was draus!

Algebra

Download der EP unter: http://bunkai-kei.com/release/bk-k_040/
Release-Date: 23.01.2014
Licence: CC-BY-NC-SA 2.1 JP

Vesicle

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huron – pictures from the past (cl-045)

Pictures from the Past ist ein neues Album von Huron, einem der Macher des Crazy Language Netlabels. Huron nimmt den geneigten Hörer auf eine mystisch – experimentelle Klangreise mit, die stilistisch gesehen irgendwo zwischen Ambient, Downbeat, als auch Dubstep liegt und mit jeder Menge elektronischen Frickeleien verziert ist. Andere würden IDM dazu sagen, aber mit diesem Begriff kann und konnte ich noch nie so richtig was anfangen.

Dark Horse

Die experimentellen Parts der 12 Tracks sind so angenehm dosiert, dass sie trotz der ständigen Präsenz keineswegs anfangen zu nerven, sondern vielmehr das berühmte  Salz in der Suppe ausmachen. Meine Tochter (8 Jahre) hörte heute die ersten 3 Stücke und nannte es kurzweg „himmlisch“, was mich in dem düster wirkenden Gesamtbild des Albums etwas überraschte. Aber vielleicht meinte sie damit auch einfach nur den Punkt, dass man in der Musik sofort drin ist und sich von der entstehenden Atmoshpäre verzaubern lässt.

Breaking Out

Free Download (Name your Price) und Stream auf der Bandcamp Seite des Crazy Language Netlabels.

Huron auf Facebook
Release-Date: 30.12.12
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Label-Page: http://www.crazy-language.de/

1136261555-1 cover photo by Miroslaw Majewski
500px.com/envitre

sikander – cinema for the dead vol.1 (psnet018)

Auf Pinksilver kam im Februar, nach langer Zeit, mal wieder ein Free Release heraus. Für Cinema for the Dead haben sich der Sound-Designer Pradip Sarkar, der Musiker Prem CJ und Visual Artist Paul Rodgers unter dem Projekt „Sikander“ zusammengetan. Eine bunte Mischung aus Künstlern, die das Netlabel, wie folgt beschreibt:

With Sikander, they blend their influences, ranging from experimental sounds, ambient, electronica, krautrock, industrial, South Indian classical, Central and South East Asian music,to Detroit techno, dub-tech, acid-house, and UK Bass.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Drei abwechslungsreiche Tracks, mit satten Bass und einer fantastischen Soundwiese. Als Hörbeispiel gibt es hier den Track „Machine Dreams“, da er mit einer Spieldauer von knapp 13 Minuten, der für mich beste Film dieser EP ist. Tolle Veröffentlichung der Australier!

Free Download unter CC auf http://www.pinksilver.net/

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