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Nemo & Jaymon – Landscapes LP

Es lag an einem Pullover des Netlabels Thinner, dass sich Jaymon (Heiko) und Nemo (Marcel), auf einer Party in dem kleinen, ostsächsischen Städtchen Zittau über den Weg gelaufen sind.

Foto: Forest Roots

Nemo war zu dieser Zeit in der Netlabel Szene als The Nautilus Project aktiv und veröffentlichte seine Produktionen unter anderem auf dem Magdeburger Arteqcue Label von Verano oder bei den Franzosen von ZeECc. Jaymon legte dagegen zunächst als DJ auf und hatte auf der besagten Party, eben jenen besagten Pulli an. So kamen sie ins Gespräch.

Richtig kennengelernt haben sich die beiden dann aber erst bei ihren unzähligen Wanderungen, die mit einem Field Recorder und analoger Kamera bewaffnet, durch die Wälder der urigen Oberlausitz führten. Die gemeinsame Verbundenheit zur Natur, brachte schon früh den Entschluss, die gewonnenen Eindrücke und Gefühle dieser Touren in Musik zu formen. Daraus entstand schlussendlich im Jahre 2012 das Label Forest Roots.

Anfang Oktober releasten Nemo und Jaymon auf diesem Label nun ihr neuestes Album „Landscapes„, was den abschließenden Teil einer Trilogie darstellt. Die Vorgänger-Alben kamen davon 2013 (Seasons) und 2015 (Wanderings) heraus. Auch auf Landscapes geht es selbstverständlich wieder hinaus, in die Natur. Die Wege führen durch Wälder, vorbei an Seen, durch Berg und Tal und durch verwilderte Gärten. Während Nemo in seinen Tunes weiterhin mit Melodien und Flächen im Ambient herumspielt, steht bei Jaymon, wie so oft der Rhythmus auf der Agenda. Dabei erkennt man auch deutlich seine Einflüsse aus dem Dub. In den vier gemeinsamen Stücken des Longplayers beweisen die beiden dann, dass das alles auch ganz wunderbar zusammenpasst.

Remixe werden beigesteuert von den dänischen Kyoto Netlabel Pionieren Xoki & Hieronymus, sowie von Coppice Halifax und Submersion.

Aber jetzt Kopfhörer auf, zurücklehnen und das Album im Stream genießen. Zum Kauf gibt es Landscapes auf Bandcamp per CD oder digitalen Download. Als Stream auch unter anderem bei Apple Music oder Deezer.

Coverart Landscapes

Sieren – Transients of Light

Seine Adventskalender-Sets für das Kraftfuttermischwerk landeten bei mir immer ganz weit vorne und wurden für die Autofahrten in die Weihnachtsferien gebrannt. Das war genau der richtige Sound, um gemütlich und relativ entspannt über die wuselige A2 zu cruisen. Seit dem verfolgte ich viele weitere Mixe von Sieren aka Matthias Frick. Nach einigen kleinen EP´s kam gestern auf dem Hamburger Label Ki Records sein erster Longplayer raus – Transients of Light. Alle 10 Tunes der LP bringen vor allem eins mit – ganz viel Liebe und Gefühl! Vom Genre her erwartet Euch überwiegend die melodische Dubstep/Future-Garage Richtung mit ordentlich Bass. Nur „Hold on“, sowie der überaus nice Track „Chroma“ sind der 4/4 Takt Fraktion zuzuordnen und bei „Wavescraper“ klopft Drum´n´Bass an. Das Album könnt Ihr als 2x 12″ Vinyl erhalten oder per Download via Bandcamp. Nun aber zur Musik…

Download Bandcamp (10 €) und Vinyl Order
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via Progolog

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Sraunus – Asperatus Clouds

Mit den letzten Atemzügen der Franzosen von ZeECc Records, wurde 2013 auf deren Sublabel [ZiK´] das wunderbare „Asperatus Clouds“ Album von Sraunus herausgebracht. Ich setzte es damals auf die ToBuy Liste, doch zu dem Kauf kam es nicht mehr, da viele Inhalte von ZeECc mit der Zeit aus dem Netz verschwunden waren. Schön, dass es nun auf Anodize Records eine neue Heimat gefunden hat. Deep Chords, Echos & Atmosphere!

Download: Bandcamp

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Netaudio Memories #3

1bit Wonder war bis 2008 das Aushängeschild der Leipziger Netaudio Szene. Das großartige Netlabel, um Steffen Bennemann und Mirko Schmidt (Latex Distortion) brachte so einige Perlen ans Licht und erhielt dafür völlig berechtigt die besten Kritiken und viel Lob im Netz.  Das für mich wunderbarste Album kam im Sommer des Jahres 2007 heraus. „Come with me“ von Frank Molder schickte mich des öfteren auf die schönsten Kopfkino Filme die man sich so vorstellen kann. Es lief sehr häufig in meinem Player und das auch heute noch!

Frank Molder – Orbital Movement

Vor ungefähr 5 Jahren hatte ich Frank Molder dann mal angeschrieben, da er auf seiner Website andeutete, an einem neuen Album mit den Namen „Tibet“ zu arbeiten. Er sendete mir darauf hin auch ein paar Snippets zu, die für meinen Geschmack sehr verheißungsvoll gewesen waren. Leider hat es mit einer Veröffentlichung des Albums aber irgendwie nicht geklappt und seine Site weist seit geraumer Zeit nur noch auf die Diskografie hin. Schade, doch vielleicht kommt es irgendwann, völlig überraschend einfach mal so um die Ecke.

Frank Molder – 16 Seconds

Das Frank Molder Album und den gesamten Release-Katalog könnt Ihr auf der Website von 1bit-Wonder immer noch downloaden. Ich hoffe, dass das noch lange der Fall sein wird – der Erinnerungen wegen – und ich wäre sehr interessiert daran, zu erfahren, wie hoch denn noch heute die Downloadzahlen für die VÖ´s sind. Vielleicht kann das ja der „Benne“ auflösen.

Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

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Avguchenko – Deep in the Forest Thickest (Album)

Tief im Dickicht des Waldes oder „In des Waldes Dickicht“. Also auf Deutsch hätte so ein Album-Titel auch seinen Reiz, wobei ich jetzt davon ausgehe, dass „Thickest“ das Wort Dickicht bedeuten soll. Aber darum soll es hier nicht gehen, sondern um den ersten Longplayer des Deeptakt Labels vom russischen Producer Andrey Avguchenko. Auf diesem befinden sich 9 bezaubernde und stimmige Tracks, die gut produziert, so richtig schön Deep and Dubby daher kommen. Lediglich der Outro Tune „Hope is never Dies“ fällt am Ende ein wenig (positiv) aus der Reihe. Mir gefällt da diese Wandlung vom Dubtune zu nem schönen Piano Finale. Nice!

Im Dickicht ist es in der Regel immer recht dunkel, kühl und melancholisch. Dieses Album ist das Gegenteil davon, wodurch sich mir der Titel nicht ganz erschließt. Schon der Intro Track „Dead Wood“ klingt alles andere als tot. Da sehe ich eher einiges an Gewusel am Boden vor mir und auch die Folge-Tunes „Drop in the Cave“ und „Sky is Crying“ vermitteln mir eher Gute Laune und Aufbruchstimmung bei einem Tanz auf der hellen Waldlichtung. Der „Cold Fish“ aus dem kleinen Bach neben der Lichtung passt dann, bevor mir die „Naked Sun“ wieder das Lächeln ins Gesicht zaubert. Nunja, das Spiel könnte man so weiter treiben.. Der Longplayer ist klasse und an den Track-Titeln arbeiten wir noch ein wenig.

Das Album gibt es als CD (mit ner super Artwork, wie vom Alex gewohnt) oder per Digital Download auf der Bandcamp Page von Deeptakt.

Wer mehr von Avguchenko hören mag, kann sich beim Kosmo Netlabel oder bei City Zen Digital umschauen.

 

Vejopatis – Medziu Aidai (Album)

Es ist jetzt fast zwei Jahre her, dass Vejopatis mit seinem Debut Album „Taskas“ auf Cold Tear Records für Furore sorgte. Nun hat er mit „Medziu Aidai“ nachgelegt und die Messlatte an Creative Commons Alben im elektronischen Musikbereich für 2014 enorm hoch gelegt. In Echoes of the Trees, so die englische Übersetzung des Titels aus dem litauischen, schafft es Vejopatis erneut, die kulturellen Einflüsse seiner Heimat dezent und mystisch in Downbeat und Ambient-Dub Sounds zu verpacken. Lediglich beim Track „Lioj Lylia“ sind mir die verwendeten Gesänge etwas zu omnipräsent.

1003142_390711214373968_1014166589_nVejopatis @ Tundra Festival

Auf dem Album gibt es insgesamt 10 Tracks mit richtig viel Seele, die zum Teil nirgendwo besser wirken könnten, als auf so manchen Chill-Floor der schönsten Sommer-Festivals. Und wenn dort dann so eine Nummer, wie zum Beispiel „Obele“ während des Sonnenaufgangs laufen würde… hach!

Obele

Das Stück „Lioj Lylia“ wird zum Ende hin von Zzzzra durch den Remix-Wolf gezogen, ebenso wie der Track „Vienisas Dangus“, an dem sich die beiden Cold Tear Artists Vytis und Giriu Dvasios zu schaffen machen. Den Zzzzra Remix gibt es hier jetzt noch und alle anderen Tracks können natürlich bei Bandcamp in voller Länge gehört werden. Dort könnt Ihr auch den Artist mit einem Download unterstützen.

Lioj Lylia (Zzzzra Remix)

Alternativ gibt es das Ganze – wie immer for free – auch bei Archive.org

Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0

Label-Page
Artist auf Soundcloud
Interview zum Album

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Made with some Beer | 2020 rantadi

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