Kanka – Abracadabra (Chapter 1)

Heute.. nach der Echochamber vom Saetchmo passt mir dieses Album des Franzosen Kanka zum Abschluss des Abends ganz wunderbar in den Kram. „Strictly Dubwise“ wie das Cover suggeriert, ist es defintiv und der Bass dröhnt mir schön über die Sennheiser in die Ohren (Nein, das ist kein sponsored Post). Knapp 50 Minuten gediegen-chillige Dub Musike, die das Rad zwar nicht neu erfindet, aber wunderbar durchläuft und auf Bandcamp per Name your Price für Euch bereit steht.

Download: Bandcamp

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Monofónicos

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Das kolumbianische Netlabel Kollektiv von Monofónicos hat mittlerweile auch schon 6 Jahre auf dem Buckel und ist noch immer aktiv. 2011 kam es mir mit dem genialen Vandelklang Album „Jugo de Narjano“ das erste mal unter die Finger, doch dann verlief sich das Ganze irgendwie im Sande. Womöglich gefiel mir das Folgealbum nicht oder was auch immer. Es hätte trotzdem Sinn gemacht, da öfter hinzuschauen, denn eigentlich machen die Jungs da eine ganz gute Arbeit und hauen klasse Musik raus. Allein im vergangenen Jahr kamen vier neue Creative Commons Releases hinzu, von denen ich Euch hier kurz meine Favoriten vorstellen möchte.

Von der Various Artist Compilation „Colores Nublados“ aus dem Februar stechen für mich die beiden Tracks von Green Revolution – und wie kann es anders sein – von Vandelklang heraus.

Green Revolution – The Visitor

Vandelklang – Kickback

Release Page: Colores Nublados
Lizenz: CC BY-NC-SA 2.5

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Bei der „Memorias EP“ von Galeria Disco überzeugt mich, neben der überaus gelungenen Cover-Artwork, der M.A.L.A. Remix des Titelstracks „Memorias“. Da wird eine super Spannung aufgebaut, ein tolles Break eingeschoben und insgesamt Kickt das Stück auch ganz gut im Fuß.

Galeria Disco – Memories (M.A.L.A. Remix)

Release Page: Memorias EP
Lizenz: CC BY-NC-SA 2.5

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Das neueste Release aus dem Dezember ist die „Hive EP“ von eben diesem M.A.L.A. den wir gerade schon hörten, der eigentlich Ramiro Ramirez heißt, bei Monofónicos sehr aktiv ist und außerdem selbst noch ein Netlabel Namens Series Media betreibt. Er produziert überwiegend Bass Music, in die er immer wieder warme und wohlige, melodische Parts einbaut. Feine Geschichte.

M.A.L.A. – Bring it up

M.A.L.A. – Love to break

Release Page: Hive EP
Lizenz: CC BY-NC-SA 2.5

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Betanol Records -Techno from Argentina

304908_467212226672639_319944990_nDie Argentinier von Betanol Records, einem Sublabel von Temiong, bieten auf Ihren Veröffentlichungen straighte Technomusik, die ganz klar für die Tanzflächen geschaffen wurde. Der Release Katalog reicht bis in das Jahr 2012 zurück und besteht überwiegend aus freien Creative Commons EP’s, wie es auch die letzten beiden aus dem Dezember sind.

 

Daniel Guzz (@danielguzzba), von dem ich im Netz nicht viele Informationen zusammentragen konnte, legte zunächst mit seiner Dub Control EP ein schönes Brett hin, wo mir die zwei folgenden Tracks durch den klaren, dicken Bass und von der Ausgestaltung her, besonders gut gefallen.

Daniel Guzz – 00000701

Daniel Guzz – Distortion

Release Page und Download: via Bandcamp
Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0

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Zwei Wochen später schoben die Jungs aus Buenos Aires zu Weihnachten eine Various Artist Compilation hinterher, von der ich ebenfalls zwei Titel für Euch ausgewählt habe. Der erste Track stammt von Asedub, den man schon auf dem Insectorama Netlabel und bei dem Spaniern von Geometrika FM hören konnte. Hier geht es mit einem Hauch von Oldschool richtig derb nach Vorne.

Asedub – Betanolizer

Beim zweiten Stück vom Newcomer Kontrol273, wird es jetzt wieder etwas ruhiger, dafür aber mit einer feinen Brise Acid verziert. Und somit habt Ihr dann auch einen ganz guten Überblick über den Sound von Betanol Records. Geht da ruhig mal den Katalog bei Bandcamp durch.

KONTROL273 – A^-B

Release Page und Download: via Bandcamp
Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0

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classics: halogen – bliss (indx002)

Mit zarten 14 Jahren war ich bereits komplett der elektronischen Musik verfallen… hörte Samstags immer auf DT64/MDR Sputnik die Partyzone mit DJ Marcós Lopez und lag dabei den ganzen Abend vor der Anlage meiner Eltern, um die Mixe der Sendungen auf Tapes mitzuschneiden. Club-Bilder aus der Frontpage und der Schicht (Mag aus meiner damaligen Ecke) faszinierten mich immer mehr. Die Musik, der Bass, die Dunkelheit, die Lichter und Farben, der Nebel, sowie die feiernden Menschen hatten etwas ganz besonderes. Bevor es jedoch auf die ersten Parties der Eiskeller Löbau Crew oder in den Barbarella Club ging, musste ich meine Faszination alleine, zu Hause ausleben, denn meine Freunde konnten den Sounds zunächst so ganz und gar nichts abgewinnen. Das nachfolgende Stück, was ich gerade bei Youtube gefunden habe, war auf so einem aufgenommenen „Partyzone-Tape“ und da fällt mir noch genau ein Abend zu ein, wo ich das so laut, wie es ging in meiner kleinen, aber feinen Bodenkammer rauf und runter hörte. Lichter, so wie in den Clubs hatte ich nicht in meiner Butze, dafür malte ich die Glühbirne der Lampe mit blauer Farbe an. Herrlich die sich dann entwickelten Dämpfe. Auch ne Nebelmaschine fehlte mir, also rauchte ich kurz ein paar Zigaretten und hatte ne richtig gemütliche, blaue und dunkle Clubatmosphäre on the Floor. Naja und der Rest war dann halt tanzen.

Ind-X Records, ein Detroiter Label, auf dem die EP von Halogen 1993 erschienen ist gab es bis ’96. Marcós Lopez macht wohl auch nichts mehr mit elektronischer Musik, wie ich gerade im Netz herausgefunden habe und die Pladde, die ich mir vor einigen Jahren mal bei Ebay besorgt hatte, liegt in der Nähe von Hannover rum und wird mich wahrscheinlich nie wieder sehen. Was solls, dafür kann ich jetzt hier das Ding noch einmal rauf und runter hören. Love it!