Netaudio Memories #5

Mit Martin Donath verbinde ich nicht nur das wunderbare Stadtgruen-Netlabel, sondern auch die Zeit, in der ich noch ICQ und anderen Messenger Kram besessen habe. Darüber konnte ich oft die neuesten Kreationen von Martin hören und mein Feedback dazu abgeben. Es war immer herzlich, genau so, wie er auch das Netlabel führte. Seit 2011 sind die Pforten von Stadtgruen nun geschlossen, doch der Back-Katalog ist dankenswerter Weise weiterhin im Netz, ebenso, wie der Shop, bei dem man sich noch immer die Label Shirts bestellen kann.

Auf der „Dimanche EP“, die Martin im März 2004 auf seinem Label veröffentlichte, gab es vier sommerlich frische Tracks, die beim einsamen Verweilen und Träumen in der Natur wunderbar funktionierten und das auch heute noch so tun. Mein Favorite Track „Veranda“ ist online nicht mehr verfügbar, da er 2012 auf dem Schweizer Label „Waehlscheibe“ noch einmal neu released wurde. Von daher greifen wir hier zu den „Sexy Chicks“, einen Tune der mir ebenfalls sehr zusagte.

Martin Donath – Sexy Chicks

Download: Stadtgruen (gruen 002)
Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

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classics: halogen – bliss (indx002)

Mit zarten 14 Jahren war ich bereits komplett der elektronischen Musik verfallen… hörte Samstags immer auf DT64/MDR Sputnik die Partyzone mit DJ Marcós Lopez und lag dabei den ganzen Abend vor der Anlage meiner Eltern, um die Mixe der Sendungen auf Tapes mitzuschneiden. Club-Bilder aus der Frontpage und der Schicht (Mag aus meiner damaligen Ecke) faszinierten mich immer mehr. Die Musik, der Bass, die Dunkelheit, die Lichter und Farben, der Nebel, sowie die feiernden Menschen hatten etwas ganz besonderes. Bevor es jedoch auf die ersten Parties der Eiskeller Löbau Crew oder in den Barbarella Club ging, musste ich meine Faszination alleine, zu Hause ausleben, denn meine Freunde konnten den Sounds zunächst so ganz und gar nichts abgewinnen. Das nachfolgende Stück, was ich gerade bei Youtube gefunden habe, war auf so einem aufgenommenen „Partyzone-Tape“ und da fällt mir noch genau ein Abend zu ein, wo ich das so laut, wie es ging in meiner kleinen, aber feinen Bodenkammer rauf und runter hörte. Lichter, so wie in den Clubs hatte ich nicht in meiner Butze, dafür malte ich die Glühbirne der Lampe mit blauer Farbe an. Herrlich die sich dann entwickelten Dämpfe. Auch ne Nebelmaschine fehlte mir, also rauchte ich kurz ein paar Zigaretten und hatte ne richtig gemütliche, blaue und dunkle Clubatmosphäre on the Floor. Naja und der Rest war dann halt tanzen.

Ind-X Records, ein Detroiter Label, auf dem die EP von Halogen 1993 erschienen ist gab es bis ’96. Marcós Lopez macht wohl auch nichts mehr mit elektronischer Musik, wie ich gerade im Netz herausgefunden habe und die Pladde, die ich mir vor einigen Jahren mal bei Ebay besorgt hatte, liegt in der Nähe von Hannover rum und wird mich wahrscheinlich nie wieder sehen. Was solls, dafür kann ich jetzt hier das Ding noch einmal rauf und runter hören. Love it!